
Lisa Kreißler in „Die Schere“ von Dea Loher

Dominic Friedel in „The Boogeyman“ nach Stephen King
„Friedel macht aus dem Text eine beklemmende Studie des psychischen Verfalls und des Wahnsinns: Wie er deklamiert, wie er sich seiner selbst versichern will, Rechenschaft ablegen will über das Geschehene, das ist in diesem extrem kargen Rahmen ungemein intensiv. Die straffe Bewegungschoreographie tut ihr Übriges: Unruhig hin und her laufend, Haken schlagend und zwischen Starrheit und wildem Gestikulieren changierend, gibt Friedel Billings`unruhiger Psyche Gestalt und Form.
Bei Rita, dem verstörten Kind, sind die Bewegungsabläufe noch hospitalisierter: Lisa Kreißler agiert in ihrem Monolog (nach dem Text „Die Schere“ von Dea Loher)streng choreographisch, das stille Drama um das mit seinen Bedürfnisen und Ängsten allein gelassene Kind kommt als ein nahezu klinisches Experiment daher. Innenwelten, in zwanghaft-verquere Bewegungen umgesetzt. Die Versuchsanordnung hielt stand.“ (Erlanger Nachrichten)